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26.07.2013 13:32 Alter: 8 yrs

Maßgeschneidert und individuell

Dr. Roland Nitsche und MarkusWalberer stellen die „i_s_a_ industrieelektronik GmbH“ vor


Wer nach einem Automations- oder Electronic-Engineering-Spezialisten sucht, ist in der Oberpfalz schon mal richtig. Nichts falsch machen kann man, wenn man  gleich im Weidener Industriegebiet am Brandweiher recherchiert, wo das  Unternehmen „i_s_a_ industrieelektronik GmbH“ sesshaft ist.

„i_s_a_“ steht für „intelligente system automatisierung“. Die Firma ist kompetenter Partner für Maschinen- und Anlagenbauer, Städte und Kommunen, aber auch Gerätehersteller und Industriebetriebe. Die im Jahr 1994 gegründete „i_s_a_ industrieelektronik GmbH“ ist ein erfolgreiches mittelständische Unternehmen mit rund 120 Mitarbeitern und hat ihren Schwerpunkt in der Planung, Entwicklung und Realisierung maßgeschneiderter und individueller Automatisierungs-, Elektronik- und Softwarelösungen. Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Roland Nitsche und Markus Walberer stellen das Unternehmen im Interview vor.

Wie wichtig ist Ihnen der Standort Weiden in Bezug auf Entwicklung?
Nitsche: Wir beschäftigen mit unseren Tochterunternehmungen etwa 120 Mitarbeiter. Unsere Kernkompetenzen liegen in der Messtechnik, Steuerungstechnik, Regel- und Energietechnik, aber auch in der Elektronikentwicklung. Die Entwicklung geht, Arbeitsplätze und Umsätze betreffend, nach oben. So wurde im Jahr 2012 in Bulgarien das Tochterunternehmen „i_s_a_ industrial electronic bulgaria EOOD“ gegründet.

Gibt es im Ausland auch Entwicklungspotenzial?
Walberer: Ja, denn die dortige Nachfrage an Steuerungstechnik im Trinkwasser- bzw. Abwassersegment sowie im Bereich der erneuerbaren Energien, bietet ein sehr großes Wachstumspotential für das Unternehmen. Das bedeutet auch eine Stärkung des Standortes inWeiden, da die Planung und Fertigung weiterhin in Weiden erfolgt. In Bulgarien hat „Made in Germany“ einen sehr hohen Stellenwert.

Welche Strategien verfolgen Sie damit?
Nitsche: Einzig steht ein gesundes Wachstum obenan. Das bezieht sich hier auf die Elektrotechnik, Schaltanlagen, Entstehung der Programme für Easseraufbereitungsanlangen undWasserentsorgung.

Was findet das Unternehmen bei der Bewertung des Standortes sehr positiv?
Walberer: Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. Die Bodenständigkeit und Treue der Oberpfälzer Arbeitnehmer ist sprichwörtlich. So bietet uns auch das Lohnniveau in der Oberpfalz gute Chancen, gegen Konkurrenten aus Ballungsgebieten bestehen zu können.

Bekommt die Firma Fachkräfte nach IhrerWahl noch ausreichend?
Nitsche: Nein, auch wir spüren den demografischenWandel und den damit verbundenen Fachkräftemangel. Wir müssen uns teilweise mit Facharbeitern aus dem osteuropäischen Ausland helfen. Jedoch versuchen wir durch verstärkte Aus- undWeiterbildung sowie gezielte Qualifizierung älterer Mitarbeiter/innen und durch eine neue Personalstrategie an Fachkräfte heranzukommen. Wichtig dazu: wir bilden als anerkannter Ausbildungsbetrieb selbst aus, nahezu 30 Prozent unseres Personals sind Azubis. Derzeit lernen 18 Auszubildende den Elektroberuf.

Wie beurteilen Sie die Verkehrsanbindung in Weiden?
Walberer: Optimal. Mit der A 6 sowie der A 93 sind eine gute Nord-Süd- und jetzt auch eine Ost-West-Achse vorhanden.

Wie schaut die Weiterbildung hier am Standort aus?
Nitsche: Wir finanzierten beispielsweise in den letzten Jahren drei Mitarbeitern denMeisterkurs. Wir setzen auch verstärkt auf Praktikanten der hiesigen Fachhochschule (HAW). Um so eine frühe Bindung und Bildung zu Studenten herzustellen, binden wir sie mit ein. Natürlich gehört eine informative Internetpräsentation und die Teilnahme an Bewerbermessen mittlerweile zum Standard.

Wie helfen Ihnen Praktikanten der HAW?
Walberer: Sie haben ein hohes Know-how. Wir lassen Sie an kleinere Projekte gehen, bieten Testaufbauten und fordern in diesen Wochen des Hierseins eine selbstständige Durchführung und Programmierung. So wachsen diese jungen Leute in den Beruf.

Was erwarten Sie von der Politik?
Nitsche: Klar gesagt: vernünftige Rahmenbedingungen für den Mittelstand wie Steuererleichterung und Förderprogramme.

Es gibt ein Alleinstellungsmerkmal „Wildretter“ – wie schaut es dabei mit der Forschung aus?
Walberer: In der maschinellen Agrarlandbearbeitung werden in der Bundesrepublik Deutschland nach Schätzungen jedes Jahr etwa 500.000 Wildtiere verstümmelt oder getötet. Den dadurch verursachten hohen wirtschaftlichen Schaden wollen wir minimieren. Eine verfügbare Lösung liegt in einem tragbaren Infrarot-Wildretter. Derzeit testen wir mit einem Oktokopter der mit verschiedenen Sensoren bestückt ist die Suche nach Wildtieren vor einer bevorstehenden Grünlandmahd. Mit dem Verbundprojekt, welches vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziell gefördert wird, haben wir schon gute Erfolge erzielt. Partner in diesem Projekt sind die Technische Universität München, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen, die Firma Claas Landmaschinen in Bad Saulgau und der bayerische Landesjagdverband. Des Weiteren forscht und entwickelt das Unternehmen im Bereich der Umwelttechnik sowie mit weiteren Tochtergesellschaften mit wertschöpfender Photovoltaiktechnik im Bereich regenerativen Energien. Mit Hilfe des Oktokopters mit spezieller Sensorik, einem Sonnenlichtsimulator und weiteren Messgeräten können wir bestehende Photovoltaikanlagen auf defekte Module prüfen und diese dann gegebenenfalls tauschen, damit der Ertrag der Anlage immer auf bestmöglichem Stand ist.

Wo steht das Unternehmen in fünf Jahren?
Nitsche/Walberer: Wir streben ein kontinuierliches, solides Wachstum an. Um interessante Märkte im Bereich der Umwelttechnologie zu erschließen und damit die positive Entwicklung des Unternehmens weiterhin zu fördern, passen wir im Moment unsere Vertriebsstrukturen an die neuen Herausforderungen an. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Was meinen Sie, wohin entwickelt sich die Region?
Nitsche/Walberer: Schauen Sie in die Industriegebiete.

AbschließendeWorte?
Nitsche/Walberer: Andere denken nach, wir denken voraus.

 

Quelle: oberpfalznetz.de / Der Neue Tag

 

 


 

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